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Tollwood-Festival München 29.06.07
by Marion
Das Konzert beim Tollwood-Festival war das erste, das wir 2007 überhaupt fest eingeplant hatten und nun war es endlich soweit. Wir starteten sehr früh Richtung München, da wir viel Positives über diese Veranstaltung gehört hatten und uns alles in Ruhe anschauen wollten. Zudem hatten wir die Heimfahrt erst für Samstagnachmittag geplant, denn München ist immer eine Reise wert . Ilona und ich trafen uns am Saarbrücker HBF, um 7.40 Uhr saßen wir im Zug und ab ging´s Richtung Bayern...
Irgendwie lief nichts so wirklich rund bei diesem Konzertausflug, weder im Vorfeld noch an diesem Freitag. Es sollte eine entspannte, relaxte Zugfahrt werden – auch, da wir beide
gehtechnisch lädiert und nicht unbedingt in Hochform waren. Den Umsteiger in Mannheim bekamen wir Humpel-Liesen gut hin, eine pünktliche Ankunft am Reiseziel gab es allerdings nicht. Kurz nach 12 Uhr ruckelte der
Zug sehr seltsam und hielt mitten in der Botanik an. Die danach folgenden Durchsagen waren schockierend, von „Personenschaden“ war die Rede – was nichts anderes bedeutete als das sich ein lebensmüder Mensch auf die
Gleise gelegt hatte und unser Zug für ihn die Fahrkarte ins Jenseits war. Sanitäter und Polizei waren schnell vor Ort, von ihren Untersuchungen des Geschehens bekamen wir mehr mit als uns lieb war. Der Zug durfte
erst nach Freigabe durch den Staatsanwalt weiterfahren, was laut Schaffner 60-90 Minuten dauern könne. Letztendlich kamen wir mit 65 Minuten Verspätung und sehr gedämpfter Stimmung in München an. Wir hatten uns auf
zwei Tage mit Spaß, guter Musik, netten Treffs und auf eine Besichtigungstour gefreut. Mit so einem Schockerlebnis rechnet man nicht und unsereiner steckt das auch nicht so einfach weg - es macht sehr nachdenklich...
Unser Hotel Stachus können wir nur empfehlen: zentrale Lage, keine 5 Minuten vom Bahnhof entfernt, freundliches Personal, die Zimmer sauber, groß und hell, reichhaltiges Frühstücksbuffet und dank früher Buchung auch recht preiswert für die Großstadt München. Wir checkten ein, zogen uns um, gönnten uns eine Pizza und anschließend ein Taxi zum Olympiapark. Aufs Gelände zu fahren war den Taxis nicht erlaubt, die nette Fahrerin fragte extra noch mal nach. Also raus aus dem fahrbaren Untersatz und weiter ging´s auf Schusters Rappen. Wir hatten natürlich unsere Gotthard-Rocks T-Shirts an und die sorgten dann für den ersten Grinser des Tages. Der nette Typ am Eingang zum Park guckte, las und meinte in schönstem Bayrisch „ hätte ich gewusst, dass ihr zu Gotthard gehört, hätte ich das Taxi durchgelassen“. Und wieder mal war die Erklärung fällig, was denn Gotthard-Rocks nun
wirklich, eigentlich und überhaupt ist. Ich glaub, wir haben jetzt alle Möglichkeiten durch, waren mehrfach ein bzw. der Fanclub, wurden als offizielle Gotthard-Page und bei MySpace als die Band selbst angesehen,
nun waren wir Mitarbeiter - fehlt noch was in der Sammlung? :-)
Nach kurzem Plaudern wanderten wir weiter, das Olympiastadion-Dach und den Olympiaturm im Blick. Das Wetter spielte optimal mit, wenigstens damit hatten wir Glück. Blauer Himmel, die
Sonne schien, es war heiß und kein Regen in Sicht. Innerhalb des Parks konnte man sich mit Fahrrad-Rikschas durch die Gegend gondeln lassen, die Organisatoren hatten alles bedacht.
Nach ein paar Minuten hatten wir das Tollwood-Festival erreicht. Echt irre – Unmengen Stände mit allem Möglichen und Unmöglichen. Es gab Schmuck und Kleidung, Essen und Trinken aus aller
Herren Länder, Figuren und Schnickschnack verschiedener Art. Fernöstliches neben Bayrischem, sehr moderne Kunst, Esoterik auch in Form von Wahrsagern, Kartenlegern und Handlesern, Biergärten, ein großes Tipi,
riesige Buddhas, diverse Vorführungen – herrje, man hatte so viel zu gucken, war wirklich ein Erlebnis. Sitzgelegenheiten und WC-Anlagen waren mehr als ausreichend vorhanden, auch ein Punkt, der lobend zu erwähnen
ist. Jede Menge Zelte und eine große Kugel gab´s, u.a. eins für die Kinder, mindestens zwei für Musikveranstaltungen. Das Saturn-Zelt hatten wir gleich gefunden, da Gotthard gerade soundcheckte. Wir setzten uns in
den Schatten auf eine Bank, hörten zu, quatschten – und wurden angesprochen, da unterhalb eine nach München ausgewanderte Saarländerin saß, die scheinbar happy war, wieder einmal den Dialekt aus der alten Heimat zu
hören.
Es waren massenhaft Leute unterwegs, viele davon waren anhand ihrer Shirts und Käppis als Gotthard-Fans zu erkennen. Aber auch die Red Hot Chili Peppers-Fanfraktion war reichlich
vertreten, denn diese Band spielte abends in einer geringfügig größeren Location - dem Olympiastadion. Vor dem Saturn-Zelt standen schon recht zeitig die ersten Menschentrauben. Einlass ab 18 Uhr – wir nutzen die
Zeit bis dahin sinnvoll mit Rumstromern und Ruhepausen im Schatten. Kurz vor Öffnung des Zeltes trafen unsere Chatter Bine und Fiona ein. Es waren mehrere Treffs mit Chattern verabredet und bis auf einen hauten
letztendlich alle hin.
Der Einlass begann, problemlos und flott waren wir drinne. Das Zelt war schon ein Riesenoschi und hatte einen komischen Bodenbelag, auf dem zumindest ich nicht sonderlich gut laufen
konnte. Der erste Weg führte zum Merchandise-Stand, wo wir unserem Chat-Hasen Mr.Gotthard schnell mal Gruezi sagten. ;-) Lädiert wie wir waren, kam ein Einsatz vorne im Gewühl absolut nicht in Frage. Unsere
„Stammplätze“ rechts außerhalb des Gedränge fielen ebenfalls flach, da war die Sicht für abgebrochene Riesen wie uns durch Aufbauten gleich null. Hinten hatte es aber schräg nach oben laufende Sitzreihen, von
denen aus man zudem auf einer großen Leinwand das Geschehen auf der Bühne beobachten konnte. Und diese Variante wählten wir schließlich, unser erstes Gotthard-Konzert im Sitzen. Rhythmische Bewegungen zur Rockmusik
kriegt man genauso gut auf den 4 Buchstaben abgeparkt hin :-) Praktisch: ich konnte gleich Notizen für diesen Bericht machen, kam so verkehrt nicht!
Support waren The Poodles aus Schweden, deren Auftritt um 19 Uhr begann. Von weitem betrachtet dachte ich, da steht der Vince Neil (Mötley Crüe) in seinen besten Zeiten und trällert sich einen. Und der Bassist erinnerte mich spontan an Igor Gianola (früher Gotthard-jetzt U.D.O). Das
komplette Paket hatte für mich in jeder Hinsicht einen starken 80er Jahre Touch, was ich arg mag.
Die Pudelchen bissen von der ersten Sekunde an, ging gut ab, sauber gespielt, Sound kam klasse rüber. Die Mähnen flogen, es wurde abgerockt, auch langsamere Nummern waren im Einsatz. Ich
kenn von den Puddles ein paar Songs, aber nicht ihr gesamtes Repertoire. Von daher kann ich mit keiner Setlist dienen. Ich weiß nur relativ genau, dass meine Lieblingssongs gespielt wurden – die da wären: Seven
Seas, Metal Will Stand Tall. Song for You, Echoes From The Past. Aus unserer Position konnte man die Reaktion der Menge gut beobachten, was sehr interessant war und ganz neue Eindrücke vermittelte. Direkt vorne
gingen die Leute schon ordentlich ab, weiter nach hinten war allerdings wenig Enthusiasmus zu bemerken. Das Zelt war zu diesem Zeitpunkt gut gefüllt, aber ein großer Schwung Leute kam erst während bzw. nach dem
Auftritt der Puddles. Meine Meinung: sie haben was verpasst! Diese Jungs sind ne klasse Band, haben mir persönlich von der Musik her wesentlich besser gefallen als Sunrise Avenue in Luzern, da sie härter abgingen,
abwechslungsreicher im Songaufbau und im Sound waren. Um ca. 19.40 Uhr ging´s für die Puddles zurück ins Hundekörbchen, verabschiedet mit kräftigem Applaus, den sie sich mehr als verdient hatten.
Der Umbau begann und das dauert ja bekanntlich ein bisserle. Zigarettenpause – ab Marsch raus vors Zelt, da innen Rauchverbot herrschte. Draußen wurde deutlich sichtbar, wie viele Raucher
es doch bei so einem Event gibt. Ich hab kein Problem damit, mich daran zu halten und klar, es hat natürlich ne bessere Luft im Raum und nicht zu rauchen ist gesünder - das streite ich gar nicht ab. Aber wieder mal
fragte ich mich, warum dann nicht auch Alkohol auf Konzerten und Festivals verboten wird. Bei all meinen Konzertbesuchen hab ich nie erlebt, dass jemand durch das Rauchen normaler Zigaretten aggressiv oder
ausfallend wurde, Schlägereien anzettelte oder sich selbst durch Verlust des Gehvermögens verletzte... Diese Frage beantwortet sich natürlich von selbst: das Klingeln der Kassen lässt die reichlich vorhandenen
Gefahren bei too much Alkohol ganz winzig werden.
Nach dem Glimm-Stengelchen gingen wir wieder rein und machten es uns gemütlich. Im Zelt herrschte eine recht angenehme Temperatur dank vieler Ventilatoren unterm Dach und offenen Türen.
Die Getränkestände links und rechts der Bühne waren belagert und auch der Merchandise-Stand hatte gut zu tun. Der Bühnenumbau war noch im Gange. Diesmal gab es nicht das Domino Effect Bühnenbild sondern nur den großen Gotthard-Schriftzug im Hintergrund und halt die Boxen. Der Umbau war fertig, die Crew verschwand von der Bühne, zwei von ihnen krabbelten hoch in die Lichtmasten, um die Punktstrahler zu bedienen. Die Leute vor der Bühne wurden ungeduldig, es dauerte und dauerte, doch auf der Bühne tat sich nichts. Pfiffe und der Bandname schallten durchs Zelt... Um 20.15 Uhr war es endlich soweit - die ersten Akkorde von Master Of Illusion...
Gotthard legten los und sie wurden vom Publikum frenetisch empfangen. Ich entdeckte einen weiteren Vorteil unserer Sitzplätze: das optimale Klangbild. Man sah recht gut und hatte zusätzlich die große Leinwand, es
entging uns absolut gar nichts :-)
Die Stimmung war wirklich was besonderes an diesem Abend. Die Fans feierten gewaltig ab und die Band bedankte sich dafür mit einer verdammt guten Performance. Das Konzert war mitreißend
und brachte viel Spaß. Der Sound passte diesmal sofort, gleich, von Anfang an und es hakte auch bei keinem der 19 Songs in Sachen Harmonie und Abstimmung der Instrumente untereinander. Steve war stimmlich in
Bestform, die Ansagen machte er in Deutsch und Englisch Freddy hatte eine neue Gitarre im Einsatz, sehr schickes Teil in geschwungener Form – wenn ich es mir richtig behalten habe, ist es eine Gibson Firebird. Die
Lichtshow kam wieder exzellent, tauchte den Bühnennebel passend zur Stimmung der Songs in verschiedene Farben und brachte bei vielen Liedern eine zusätzliche Gänsehaut.
Meine Highlights und einige Eindrücke:
Der Doppelpack Master Of Illusion und Gone Too Far bringt gleich die volle Rock-Power mit sich. Der abgeänderte Schlusspart der Live-Version von Master Of Illusion gefällt mir extrem gut. Gone Too Far ist mein absoluter Fave auf dem letzten Album und geht on Stage noch mehr ab – meine persönliche Nr.1 der Show.
Bei Anytime Anywhere brachte vor allem der Blick über das Publikum ein enormes Kribbeln in den Bauch. Tausende von Armen hochgereckt und rhythmisch klatschend, von der ersten bis zur letzten Reihe und auch auf den Sitzen – das war ein tolles Bild. Kein Wunder, dass Steve danach sagte: ja, die Bayern, die können feiern. Nur waren das nicht nur Bayern – nachdem was ich so mitbekommen hatte, waren Fans aus sehr vielen verschiedenen Ländern zu diesem Auftritt angereist.
2 Hocker wurden auf die Bühne getragen, Freddy warf das Handtuch... Richtung Roadie... und dann gab´s Romantik pur – One Life One Soul war dran. Feuerzeuge und Leuchtstäbe pushten den Gänsehaut-Effekt, den dieser Song nach wie vor bei mir erzeugt. Diese Gänsehaut hielt an - Leo wechselte auf die Gitarre, für die man laut Steve eigentlich 4 Hände braucht :-) und mit Letter To A Friend folgte meine persönliche Nr. 2 des Abends.
Nach Dream On verwöhnte uns Leo mit einem kleinen Gitarrensolo. Vorab ein Schluck aus der Bierflasche, anschließend wurde sie zum Spielen eingesetzt. Nur war der Schluck nicht groß genug und das Bier schwappte über. Eine neue Art, sich die Finger zu kühlen ;-) Mir fehlt das Gitarrenbattle zwischen Leo und Freddy arg – hoffe, die beiden lassen sich bis zum Herbst was Neues in der Richtung einfallen.
Come Alive ist ein Glanzstück auf der CD und live der Oberhammer. Die Musiker können zeigen, was sie drauf haben und auf die Voiceboxeinlagen steh ich ja eh total. Ein besonderes Lob an Leo, Marc und Nicolo – das war einfach perfetto! Das ganze Zelt groovte mit und wir alle durften auch ne Runde mitsingen – Leo gab vor, die Crowd sang nach. Der Song bringt nen Heidenspaß und ist in der Live-Version sehr lang – beim Tollwood waren´s über 6 Minuten. Vom Allerfeinsten – meine Nr.3!
Das die Mountain Mama wieder ins Set genommen wurde, hat mich sehr gefreut. Gehört einfach dazu und der Song wird mir nie zum Hals raushängen. Direkt danach folgte mit Hush ein weiterer Live-Klassiker. Auch hier war unsere Mitarbeit gefordert – in Luzern war´s noch ein Baby Schuld, diesmal Nachbarn, denen es zu laut war. Daher sollte leiser gesungen werden, dann sollten wir den Text nur noch denken... was keinen Spaß bringt, also wieder Freigabe zum lautstarken Mitgröhlen. Bei beiden Oldies kochte die Stimmung richtig hoch und der Blick über die abfeiernde Menge war faszinierend.
Nach Heaven war gegen 21.30 Uhr Part 1 des Konzertes beendet. Ich habe festgestellt, dass ich auf diesen Song inzwischen locker verzichten könnte. Es war zwar der größte Hit von Gotthard, aber wenn ich einen Titel austauschen dürfte, müsste ich nicht groß überlegen.
Nach kurzer Pause kamen Gotthard zurück auf die Bühne. Es folgten The Oscar Goes To You und Lift U Up. Für mich erstaunlich: beim Oscar war die Reaktion der Menge während
des Songs relativ kühl verglichen mit dem, was bei Lift U Up abging. Alle jumpten und sangen mit - da steppte gleich ne ganze Bärenfamilie samt Anverwandten. Und Steve legte einen sehr sexy Hüftschwung hin, der sicher viele Frauenherzen höher schlagen ließ :-)
Nach dem ersten Zugabeblock verließen viele das Zelt. - etwas zu früh, denn es folgte ein zweiter. Die Leute wollten wohl schon mal Richtung Autos aufbrechen... sie verpassten was! Falling in der Piano-Akustikversion ist ein Hochgenuss. Nicolo unterlegte Steves Gesang wunderschön, die Nummer kam sanft, romantisch und doch auf ne besondere Art kraftvoll. Wow – Hammer!!!
Den endgültigen Abschluss bildete der Domino Effect. Passend zum Titel startete Steve eine La-Ola-Welle, die durch das ganze Zelt lief. Und wir lernten: die Schweizer haben das
erfunden, nach Riccola natürlich. Okay – aber viel wichtiger ist, dass ihr Schweizer Jungs Gotthard „erfunden“ habt ;-) Zurück zum Song: es war der optimale Schlusspunkt eines musikalischen Leckerlis der
Sonderklasse. Die Live-Version hat einen veränderten längeren Anfang, kommt sehr gut. Einige kurze Übergänge stimmten nicht so ganz, aber das tat der Begeisterung keinen Abbruch. Nachdem alle Domino-Steinchen
gefallen waren, wurden die einzelnen Bandmitglieder vorgestellt und vom Publikum gefeiert. Leo versteckte sich kurz hinter einem Handtuch, dann verabschiedeten sie sich und verließen die Bühne – 22 Uhr, Konzertende.
Die komplette Setlist findet ihr am Ende des Berichts, Fotos gibt es jedoch keine. Ich hab zwar wieder ne eigene Digitalkamera, aber das Geld hat nicht für ne Spiegelreflexversion
gereicht und ein Leihgerät dieser Art stand für München nicht zur Verfügung. Von den Sitzreihen aus wollte das kleine Model absolut nicht, sorry.
Trotz meiner Begeisterung habe ich nach diesem Konzert einen Kritikpunkt und einen Wunsch zu vermelden. An beidem bin ich im Grunde genommen selbst Schuld, weil ich mir mehr als nur einen
Gig anschaue. Nur tun das ja viele Fans und einige von ihnen denken vielleicht genauso wie ich.
Der Wunsch:
in die Setlist sollten zwei „Springer“ eingebaut werden. Diese Plätze müßten bei jedem Konzert mit anderen Songs besetzt sein. Klasse wäre: Springer 1 >ein älteres Werk. Davon haben
die Jungs jede Menge zu bieten und unsereiner freut sich tierisch, einen Klassiker live zu hören, der nicht zum festen derzeitigen Set gehört. Springer 2 müßte einer der bisher nicht berücksichtigten Tracks vom
Album Domino Effect sein. Ich bin sicher nicht der einzige Fan, der auch mal Heal Me, Bad To The Bone, Now, The Cruiser und Co. in der Live-Version hören möchte... Ich bin sehr gespannt, wie die Setlist im Oktober ausschauen wird. Aber bis dahin sind´s ja noch ein paar Monate.
Der Kritikpunkt: ich mag es absolut nicht, wenn ich bezüglich der Bühnenshow Orakel von Delphi spielen kann und meine Vorraussagen zu 95% eintreffen. Wenn ich vorab genau weiß, wann
Steve zu welchem Musiker tanzt und was er dann macht bzw. wann welcher Musiker zu welchem Kollegen geht oder wann welcher Spruch kommt – das sind mir ein paar Absprachen zuviel und zu wenig Spontanität.
Logischerweise ist die musikalische Leistung der wichtigste Part. Wenn ich aber ne Live-Show besuche, gucke ich auch, was auf der Bühne passiert. Und wenn ich da den Eindruck bekomme, dass fast jeder Schritt fest
geplant zu sein scheint – sorry, ich steh nicht drauf.
Vielleicht überlegt es sich die „Obrigkeit“ doch noch anders, denn eine DVD von der Domino Effect Tour käme genial gut - eine klasse Erinnerung an besuchte Konzerte. Wäre mir auf jeden Fall wesentlich lieber als über das Erscheinen des Albums in mehreren Versionen für verschiedene Länder zu lesen...
Nach Konzertende schlenderten wir zum abgemachten Chatter-Treffpunkt neben dem Merchandise-Stand. Wir plauderten mit Bine, Fiona, Mark und Mr.Gotthard, machten Fotos. Auch Vivian aus dem
Forum meldete sich, nur leider musste sie recht schnell wieder los. Diese Treffs werden wir auf jeden Fall beibehalten, ist schon ne klasse Sache, „in echt“ was miteinander zu unternehmen – egal, was man dann nach
dem Konzert noch so angeht... Die Müdigkeit und unsere Knochen meldeten sich energisch, wir verabschiedeten uns von den anderen und machten uns auf den Weg zurück zum Hotel. Der nette Bayer hatte immer noch Einsatz
am Eingang zum Gelände, mittlerweile war er etwas heiser, aber nach wie vor sehr sehr freundlich. Ein Taxi war flott gefunden und als wir uns endlich im Hotel lang machen konnten, waren wir heilfroh.
Nach einem lecker Frühstück genossen wir den nächsten Tag bei strahlendem Sonnenschein, bummelten schön langsam durch die Stadt, trafen eine Mailfreundin von mir und um 16 Uhr war es
Zeit, zum Bahnhof zu gehen. Die Heimfahrt verlief ohne große Probleme, aber ganz ohne die kleinen Schwierigkeiten der letzten Tage haute es dann doch nicht hin... Im Saarland erwartete uns das altbekannte miese
Wetter – wir hatten uns monatelang auf das Tollwood und auf München gefreut und jetzt war es... vorbei... Nun warten wir ungeduldig auf den nächsten sehr bald anstehenden Kurztrip zu einem Gotthard-Konzert und dann
ist Schluss bis Oktober.
Grüße gehen an:
- Ilona, die trotz Bänderabriss mit durchgezogen hat
- unsere Chatter Bine, Fiona und Mr.Gotthard. Hoffe, wir können uns bald wiedersehen!
- Vivian samt Anhang. Nächstes Mal müsst ihr hoffentlich nicht so schnell wieder losfahren.
- Mark Novak, Gotthard und ihre Crew. Danke für nette Gespräche und ein klasse Konzert.
Setlist:
01. Master Of Illusion 02. Gone Too Far 03. Anytime Anywhere 04. The Call 05. Top Of The World 06. I Wonder 07. One Life One Soul 08. Letter To A Friend 09. All We Are 10. Dream On
11. Sister Moon 12. Come Alive 13. Mountain Mama 14. Hush 15. Heaven
Erste Zugabe: 16. The Oscar Goes To You 17. Lift U Up
Zweite Zugabe: 18. Falling 19. Domino Effect
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